Eine Pressemitteilung ist ein beliebtes (und sinnvolles!) Instrument, um Nachrichten bekannt zu machen. Manchmal kann aber ein individuelles Gesprächsangebot besser geeignet sein, um Redaktionen zu erreichen. Zum Beispiel dann, wenn es um eine Geschichte geht.
Vor allem Verbände im Gesundheitswesen haben enormes Potenzial für Storytelling: Sie können Entwicklungen an Hand von Schicksalen aufzeigen – seien es Karrieren, Heilungsprozesse oder sonstige Lebenswege von interessanten Menschen – und damit große Aufmerksamkeit für ihre Ziele erlangen.
Welchen Inhalt wie anbieten?
Wann genau solltet ihr Redaktionen also eine Pressemitteilung schicken, wann lieber ein Angebot zu einem Gespräch? (In der Medienwelt nennen wir das übrigens Pitch oder auch Themenangebot).
Diese Übersicht zeigt euch, welche Variante am besten zu welchem Inhalt passt:
| Pressemitteilung | Thema als Gespräch vorschlagen |
| Neue Zahlen (zum Beispiel Ergebnisse einer Studie) | Gründerinnen-Story (warum wurde euer Verband ins Leben gerufen?) |
| Kurzes Statement zu aktuellen Debatten (zum Beispiel Stellungnahme des Verbandes zur Äußerungen im Bundestag) | Patienten-Story als Beispiel für eine seltene Erkrankung (wie geht es Betroffenen?) |
| Äußerungen bezüglich eines Aktionstages (zum Beispiel Weltfrauentag, Equal Pay Day, Weltaidstag, Weltkindertag) | Expert:innen-Interview zu aktuellen Themen |
| Kritik an neuen Gesetzesvorhaben oder Lob für Reformpläne der Regierung | Lebensweg-Story eines Verbandsmitgliedes, die außergewöhnlich ist (vielfältige Themen möglich: besonderer Weg in den Beruf, späte Mutterschaft, besonderes Hobby, extravagante sportliche Erfolge, Weltrekorde, Kurioses) |
| Information zu konkreten Anlässen als Nachricht (Jubiläum, Start einer Kampagne) | Tipps zu Anlässen im Jahresverlauf (zum Beispiel Ausbildungsstart, Schulanfang, Weihnachten, Ostern, Sommerzeit, Winterzeit, kulturelle Feste) |
| Statement zur Einordnung eines zeitgeschichtlichen oder gesellschaftlichen Ereignisses (zum Beispiel Unwetter, Katastrophe, Verkehrsunglück) | Tipps zu Anlässen im menschlichen Miteinander (zum Beispiel Geburt, Tod, Konflikte, Kündigung, Eltern-Kind-Bindung, Heilungsprozesse, Berufswahl) |
Fazit
Kurz gesagt: Immer dann, wenn es eine echte Nachricht zu vermelden gibt, eignet sich eine Pressemitteilung. Hier stehen Informationen, Fakten, Einordnungen im Vordergrund. Wenn euer Thema dagegen gut zu erzählen ist – sprich: es gibt Höhe- und Tiefpunkte, eine Entwicklung, ein beispielhaftes Szenario – dann eignet sich ein Gesprächsangebot besser.
Manchmal ist auch beides denkbar, zum Beispiel bei Tipps zu Alltagsproblemen wie Zähneputzen bei Kindern, gesunder Ernährung im Büro oder Fitness im Alter – dann entscheidet ihr mit Blick auf eure Zielgruppe und eure Zielmedien individuell.
Es kann sein, dass sich nach ein paar gut aufgenommenen Pressemitteilungen ein Dialog mit der Redaktion eines Mediums ergibt und euer Verband zu einem beliebten Gesprächspartner wird. Das ist der Jackpot! Ich wünsche euch viel Erfolg auf dem Weg dorthin.
Jemand gesucht, der mitdenkt?
Und wenn ihr Unterstützung bei der Pressearbeit sucht, dann nehmt direkt hier mit mir Kontakt auf. Ich freue mich, von euch zu hören.